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Auf allen Ebenen der Gesellschaft finden tief greifende Veränderungen statt. Die typischen in geregelten Bahnen verlaufenden Karrieren gibt es nicht mehr.
Vielmehr ist zu beobachten, dass diejenigen, die Veränderungen innerlich und äußerlich erfolgreich managen können Karriere machen, weil die Menschen Vertrauen in deren Zielsetzung, Entscheidungskraft, Klarheit, Wille, präzise Systematik, Mut und Kontinuität setzen.
Was aber vollzieht sich bei Veränderungen und warum ist es so schwierig, Veränderungen zu meistern.
Typischerweise verlaufen Veränderungen in sieben Phasen (siehe Bild):

Die Menschen erleben eine Konfrontation mit unerwarteten Rahmenbedingungen, z.B. einer Krise in Form von schlechten Geschäftsergebnissen. Es wird festgestellt, dass man selbst keine geeigneten Handlungsentwürfe hat, die Abhilfe schaffen könnten. Dies führt zum Sinken der wahrgenommenen eigenen Kompetenz.
Die Notwendigkeit der Veränderung wird abgewehrt. Werte und Paradigmen werden aktiviert, damit eine Veränderung überhaupt nicht vorgenommen werden muss. Dies führt zu einer Steigerung der Selbstsicherheit und der wahrgenommenen eigenen Kompetenz. Die veränderten Randbedingungen stellen keinen Grund für eine Veränderung mehr dar.
Die Menschen erkennen die Notwendigkeit der Veränderungen. Die Randbedingungen stellen einen triftigen Grund dafür dar. Jedoch wird zu diesem Zeitpunkt geglaubt, die Veränderungen ohne eigene Verhaltensänderungen vollziehen zu können. Dies führt zur Auswahl von kurzfristigen Maßnahmen, die vor allem die Symptome des Problems bekämpfen.
Dies ist die Phase der Krise. Die Situation birgt Chancen und Risiken. Hier muss man entscheiden, ob man zurück in die Ablehnung geht oder bereit ist die Veränderungen tatsächlich zu vollziehen und eigene Werte und Verhaltensweisen in Frage zu stellen. Die wahrgenommene eigene Kompetenz ist am Boden. Krisen bergen die Chance zu wachsen.
Erst die emotionale Akzeptanz führt zur Bereitschaft alte Muster in Frage zu stellen und Neues hereinzulassen. Hier wird die Lernbereitschaft aktiviert. Neuen Denk- und Verhaltensweisen werden erprobt und geübt. Dabei steigt die wahrgenommene eigene Kompetenz wieder.
Durch das andauernde Üben erwerben die Menschen ein erweitertes Verhaltensrepertoire. Sie erhöhen ihre Verhaltensflexibilität und werden im Verhalten immer sicherer. Die Lerneffekte resultieren aus Erfolgen und Misserfolgen. Die wahrgenommene eigene Kompetenz steigt innerhalb dieser Phase über das Niveau der Ablehnung.
Die veränderten Verhaltensweisen werden vollkommen integriert und laufen zunehmend automatisch und unbewusst ab. Die wahrgenommene eigene Kompetenz steigt weiter, jedoch mit abnehmenden Zuwachsraten.
Veränderungen zu meistern ist zunächst ein innerer Prozess, der erst langsam sichtbar wird. Nur wer tatsächlich bereit ist diesen Prozess zu gehen wird im Außen etwas bewirken. Alles andere ist Makulatur oder Kosmetik.